Integral Voice

Stimmtraining und mehr . . .

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Hintergrund

 
Die Entstehungsgeschichte von Integral Voice

 

Meine Arbeit basiert auf einer gelebten Integration von verschiedenen Methoden und Techniken, mit denen ich in meinem Leben in Berührung gekommen bin, von denen die meisten auf dem ersten Blick mit Stimmarbeit überhaupt nichts zu tun zu haben scheinen. Oftmals hat sich mir ihre Relevanz erst nach Jahren erschlossen und manchmal erkannte ich im ersten Moment, welch wichtige neue Information ich in die Hand bekommen habe. Ich will versuchen, diese Einflüsse chronologisch zu ordnen.

 

Zunächst ist da natürlich der Wunsch zu singen, die Freude am Gesang. Ich hatte privaten Gesangsunterricht bei verschiedenen Lehrern, die, jeder auf seine Weise, an mir herumlaborierten, ohne mir meine authentische Stimme erwecken zu können. Meine musikalischen Fähigkeiten entwickelte ich durchs Cellospiel, auch ein paar Jahre Klavier, aber vor allem durch die Mitwirkung in Chören, bis schließlich zur Anstellung in einem Berufschor. Beim Chorsingen lernt man – oder kann man lernen- , synergetisch mit den anderen in Verbindung zu stehen, die individuelle Leistung in die Gemeinschaft einzubringen und das Gespür für das, was im Hier und Jetzt geschieht, zu entwickeln und zu vertiefen. Ähnliches gilt für die Arbeit als Solosänger, bei der man zudem lernt, alleinverantwortlich zu handeln, die Emotionen wie Angst und Unsicherheit zu meistern und sie zum Gelingen zu transformieren in Ausdruckskraft. Diese Fähigkeit war mir später eine große Hilfe, als ich mich selbst als Chorleiter den singenden Menschen gegenüber sah und sie in den Aufführungen ganz buchstäblich mit meiner Energie und meinem inneren psychischen Zustand durch den Konzertstress leiten musste.

Die Begegnung mit der Atemtherapie nach Mittendorf  war der Auslöser für eine Verwandlung meiner Einstellung gegenüber der musikalischen Tätigkeit, aber auch gegenüber meiner Lebenseinstellung: Weg vom musikalischen Leistungsdenken und hin zu größerer Aufmerksamkeit mir selbst gegenüber und den groben und subtilen Empfindungen im Körper.

Viele Jahre später verwendete ich diese Herangehensweise, um mir meine authentische Stimme selbst zu entschlüsseln. Die Stimme und der Klang wurden zum Ergebnis einer bewussten und immer subtiler werdenden Wahrnehmung dessen, was im eigenen Körper geschieht beim Singen, Sprechen und sonstigen Lautäußerungen.

Bei meiner mehrjährigen Psychotherapie nach C.G.Jung wurde mir die psychische Dimension beim Auffinden der eigenen Stimme und bei ihrer Verwendung in alltäglichen Situationen, aber auch bei Konzerten oder öffentlichem Sprechen bewusst. Bei meiner Practitioner Ausbildung in Humanistischem NLP erkannte ich, dass meine Methode, anderen Menschen das Singen beizubringen angewandtes NLP waren, was es mir erlaubte, sie bewusster zu strukturieren.

Es schloss sich ein mehrjähriges Selbststudium in „alternativer“ Psychologie an, ich las viele Bücher  aus so ziemlich allen neueren Ansätzen, also etwa Transaktionsanalyse, die patientenzentrierte Therapie, die provokative Therapie, Hypnotherapie, Körpertherapie und  Bioenergetik, transpersonale Psychologie und Psychosynthese. Zu einigen besuchte ich Workshops oder Ausbildungsseminare.

Langsam erwachte die Erkenntnis der Relevanz der spirituellen Dimension auch für die Stimmarbeit und ich beschäftigte mich mit dem Yoga der Töne und mit vokalen Meditationen, die ich direkt in meine Unterrichtstätigkeit einfließen ließ. Etwa gleichzeitig besuchte ich Ausbildungskurse in Musiktherapie, die mich auf Grund ihrer orthodoxen mental-kognitiven Ausrichtungen wenig begeisterten – außer einigen praktischen Workshops, die mir ungeahnte neue Tools in die Hand gaben. Dazu gehört z.B. die Erkenntnis, wie stark Stimme von Körperhaltung und Körperbeweglichkeit abhängt und welche Bedeutung die differenzierte Wahrnehmung von Vibrationen hat, aber auch der freie Umgang mit den eigenen musikalischen Fähigkeiten im improvisierten Dialog.  Der Vollständigkeit halber ist noch 1 Jahr Ausbildung in spirituellem Tanz zu erwähnen.

Irgendwann stolperte ich über ein Buch über Atemtypen, das ich zunächst als „zu esoterisch“ betrachtete und beiseite legte, weil die Atemtypen am Geburtsdatum erkannt werden können,– bis ich in einem Sommerkurs darauf zurück kam – und überrascht war von der Relevanz, die sich mir von da ab regelmäßig zu erkennen gab.

 

Mittlerweile war ich schon fest davon überzeugt, dass die Arbeit mit der Stimme große psychische und spirituelle Relevanz hat. Ich stellte meine Arbeit beim internationalen Musiktherapiekongress 2002 in Oxford vor und hielt Referate bei Tagungen. Auch beim Kongress der Integralen Initiative 2004 in Bremen war ich mit einem Workshop vertreten, ebenso 2007 im Chiemgau.

 

Seither sind noch neue transformierende Einflüsse dazu gekommen: die Beschäftigung mit den Charaktertypen und ihre Relevanz auf  individuelles Verhalten und Weltsichten, sowie eine Ausbildung als Counsellor in Gestalt mit musikalischer Ausrichtung.

 

Die Richtung meiner Arbeit verwandelt sich immer mehr vom „Gesangsunterricht“  in die therapeutische Arbeit mit der Stimme. Mein Ziel ist es, jeden Klienten mit seiner „wirklichen Stimme“ bekannt zu machen und sie ihm zur Verfügung zu stellen. Dabei gehe ich intuitiv vor, die Situation und die Bedürfnisse des Klienten erspürend und mit einem vollgepackten Koffer mit langjährig erprobten Tools, eine Vielzahl unterschiedlichster Übungen und Manipulationen (Ja, die benutze ich bewusst, um den Klienten die Stimme körperlich erfahrbar zu machen), mit denen ich die authentische Stimme herausholen kann. Ich lenke die Aufmerksamkeit des Klienten immer wieder zu seiner Wahrnehmung dessen, was in ihm passiert und helfe ihm, sich selbst eine Art „Grammatik“ der Empfindungen und inneren Einstellungen und mentalen Bildern zu erarbeiten, die es ihm erlaubt, souverän über seine Stimme verfügen zu können, und sie auch in Stressmomenten nicht zu verlieren. Unnötig zu sagen, dass  auf diese Weise „kranke“ Stimmen genesen und sich zu ihrem vollen Potential entwickeln können.

 

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